Karate in Nottuln

Grundlagen

Was ist Karate?

Karate (dt. "leere Hand") ist eine Kampfkunst, deren Geschichte sich sicher bis ins Okinawa des 19. Jahrhunderts zurückverfolgen läßt, wo einheimische okinawanische Traditionen (Tode) mit chinesischen (Shaolin Quanfa) und japanischen Einflüssen (Yawara, Koryu Ju Jutsu, Bujutsu) verschmolzen.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts fand sie ihren Weg nach Japan und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von dort über die ganze Welt verbreitet.

Inhaltlich wird Karate durch waffenlose Techniken charakterisiert, vor allem Schlag-, Stoß-, Tritt- und Blocktechniken sowie Fußfegetechniken zur waffenlosen Selbstverteidigung. Diese Technikkategorie bildet den Kern des Karatetrainings, wobei - je nach Stilrichtung - auf Trefferwirkung am Übungspartner völlig verzichtet wird.

Karate Do - Was ist das?

Karate-Do bedeutet soviel wie "Weg der leeren Hand".

Durch die Ausübung des Karate-do beherrscht der Karateka alle Bewegungen des Körpers, wie zum Beispiel Beugen, Springen, Balancieren, vorwärts, links oder rechts sowie nach oben oder unten zu bewegen. Karate-do erzieht den Körper und auch den Geist.

Früher wurden die verschiedenen Kampfkünste nicht nur erlernt und trainiert um sich verteidigen oder kämpfen zu können. Sie wurden auch als Weg gesehen, Körper und Geist in Einklang zu bringen.

Die Kampfkünste sollten zudem zu einer Vervollkommnung des Charakters führen. Dies sollte durch Meditation und hartes Training gelingen. Erzieherische Aspekte spielten eine große Rolle

Kampf mit Waffen?

Als Ergänzung zu der waffenlosen Kampfkunst steht z.B. das Kobudo (dt. "alte Kriegskunst"). Es bezeichnet die Kampfkunst mit den auf Okinawa entwickelten Bauernwaffen, beispielsweise das Sai (eine Art Dreizack), das Nunchaku (kurzer Dreschflegel), der Bo (ein 182 cm langer Stab), die Kama (landwirtschaftlich genutzte Sichel) oder der Tonfa (ursprünglich der Griff eines Mühlsteins).

Training mit Waffen ist aber ein Kapitel für sich, auf welches Wir nicht näher eingehen werden.

Ausrüstung?

Im Gegensatz zu vielen Sportarten ist Karate-Do, was die Ausrüstung anbelangt, sehr genügsam. Mit einem Karate-Anzug, Gi genannt, kommt man bereits aus, und da diese Sportart barfuß geübt wird, braucht man nicht einmal Schuhe.

Für Wen ist Karate?

Kinder, Jugendliche und Erwachsene jeden Alters und beiderlei Geschlechts betreiben diese Sportart. Kurz: Jede/r kann mitmachen.

Die Ziele und Motivation können dabei durchaus unterschiedlich sein:

Die meisten Karate-Abteilungen der Sport-Vereine bieten Einführungskurse an.