Karate in Nottuln

Der eigene Weg

Der Weg des Karatekas

Der eigene Weg beginnt mit der Entscheidung, daß man Karate - eine der waffenlosen Arten zur Selbstverteidigung und des Kampfes - erlernen möchte. Man also dem Kara-Te-Do folgen möchte. Karate ist nicht gleich Karate, daher seien gleich zu Beginn einmal die verschiedenen Stilrichtungen des modernen Karate erwähnt, welche zwar annähernd einen identischen Ursprung haben, sich aber doch voneinander in der Ausführung, den Techniken oder den Zielen unterscheiden. Ähnlich der, oder besser gesagt, Vergleichbar mit der Religion: Im Laufe der Zeit gab es - und gibt es - immer wieder die Einen oder Anderen, die sich von der Mehrheit abspalten und etwas mehr oder weniger Neues lehren. Viele glauben, Karate könne man erlernen bis man selbst mit seinem Können an einem Punkt ankommt, und womöglich sogar von "perfekt" sprechen könne. Allerdings ist Karate ein komplexes System von Bewegung, Atmung und Konzentration, an welchem man ein Leben lang arbeiten kann, auch ohne Perfektion zu erreichen. Die japanischen Begriffe werden auf diesem Weg so oft gehört werden - sowohl im Training, im Wettkampf oder bei Prüfungen - daß ein entsprechender Wortschatz nicht vermieden werden kann. "Selbst ein Weg von tausend Meilen beginnt mit einem Schritt." japanische Weisheit Der Weg des Karatekas ist Lang, nicht unbedingt immer Geradlinig, kann auch Beschwerlich sein und er ist auch für jeden Karateka unterschiedlich. Wichtig ist "Üben, üben, üben", denn nur mit Üben wird man auf seinem Weg der Entwicklung voranschreiten.

Ratschläge, Kritik - als Wegweiser

Damit die eigene Weiterentwicklung funktioniert, ist es erforderlich, daß einem Mitgeteilt wird, was besser gemacht werden kann. Der Sensei (Lehrer) gibt die Anweisungen, und der Deshi (Schüler) muß davon ausgehen daß Dieser helfen will auf dem Weg voranzukommen. Die Kritik und Tips sind aus diesem Grund durchaus berechtigt und damit als eine Chance zu sehen, sich selbst zu erkennen und positive Veränderungen herbeizuführen.

Kihon - Grundschule

Am Anfang des Trainings stehen nicht umfangreiche Bewegungsabfolgen im Vordergrund, sondern vielmehr kleine Teile - Bewegungen, Schritte und Techniken - welche besser erlernt werden können und hinterher die komplexen Bewegungsabfolgen ergeben. Eines der Ziele ist es zu lernen sich gegen einen anderen körperlich zu behaupten. Daher ist es wohl auch klar, daß du Karate nicht ohne Partner erlernt werden kann. Manche Techniken werden deshalb auch mit einem Partner geübt. Der Sensei gibt die Bewegungen vor, welche gemeinsam geübt werden sollen. Denke daran, daß vor dir dein Partner und nicht dein Gegner steht. Es geht darum zu lernen.

Kumite - Training, Freikampf oder Wettkampf

Manche mögen es, sich mal richtig zu "kloppen"; andere sind eher passiv und zurück haltend. Die einzelnen Bewegungen können zwar durchaus auch alleine geübt werden, aber es führt auf dem Weg des Karatekas am Üben des Freikampfes mit einem Partner kein Weg vorbei. Aber es braucht etwas Zeit, um das Kämpfen zur Kunst zu entwickeln, denn hierbei werden Konzentration und Körperbeherrschung im besonderen Maße erfordert. Die Techniken und Bewegungen in Beziehung zu einem anderen auszuführen, ist schwierig, selbst wenn die Bewegungen - im Yakusoku Kumite - abgesprochen sind. Bewegungen und Techniken in Beziehung zu einem anderen auszuführen, wenn Diese nicht abgesprochen sind, das ist der freie Kampf - Randori oder Jiyu Kumite und enorm Schwierig.